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Was die Lieblingsfarbe über den Charakter verrät
Spontan oder nachdenklich, kreativ oder vernunftgesteuert: Farbtests wie das Lüscher-Verfahren legen viel von der Persönlichkeit eines Menschen offen.

Vorlieben für und Abneigungen gegen bestimmte Farben verraten sehr viel mehr über einen Menschen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. So tragen Menschen, die Rot mögen, nicht nur eher rote Kleidung und fahren ein rotes Auto, sondern häufig sind sie auch regelrechte Energiebündel. Farbtests nutzen solche Zusammenhänge zwischen Farben und Charakter aus und machen konkrete Aussagen über Wesenszüge oder die aktuelle Verfassung eines Menschen.

Die Lieblingsfarbe der Deutschen ist Blau. Das ergab eine Umfrage der Burda Medienforschung, bei der knapp 25 Prozent der Befragten diese Farbe als ihre bevorzugte nannten. Blauliebhabern ist die Karriere wichtig, sie fahren gerne Rad und hören viel Musik, sind weitere Ergebnisse der Studie. Die Vorliebe für Blau scheint demnach weit mehr über eine Person auszusagen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Bereits seit den Anfängen der modernen Psychologie gehen Forscher davon aus, dass ein enger Zusammenhang besteht zwischen Farben und dem Verhalten und Charakter eines Menschen. Farben werden daher auch zur Analyse des menschlichen Charakters verwendet. So enthalten auch manche Einstellungstests Fragen zu Farben. Ein ganz simpler Vierfarbtest verlangt dazu lediglich, die Farben Rot, Blau, Gelb und Grün in eine Reihenfolge nach Gefallen zu bringen: zuerst die "schönste" und zuletzt die "hässlichste" Farbe.

Mit ihrer Wahl projiziert eine Testperson auch unbewusste Ansichten nach außen, sagen Psychologen. Die erste Farbe zeigt dabei an, wie jemand an eine Aufgabe herangeht und wie es dabei um sein momentanes Temperament bestellt ist. So kann – ganz grob betrachtet – der Blauliebhaber als überlegt und vernünftig, der Rotliebhaber als aktiv und dynamisch, der Gelbliebhaber als ideenreich und der Grünliebhaber als ruhig und besonnen beschrieben werden.

Wer zum Beispiel Rot an erster Stelle gewählt hat, packt eine Aufgabe aktiv, dynamisch, zielorientiert und mit Begeisterung an. Mit Blau als Erstwahl stehen dagegen Vernunft, Logik und Überlegung im Vordergrund. Die zweitliebste Farbe gibt darüber hinaus Auskunft über Ziele, Wünsche und Tendenzen. Liegt etwa Rot an zweiter Stelle nach Blau, ließe sich aus dieser Kombination schließen, dass der Befragte erst nach reiflicher Überlegung aktiv wird.
Auf diesem einfachen und einleuchtenden Prinzip basiert zum Beispiel der weit verbreitete farbpsychologische Persönlichkeitstest des Schweizer Psychologen Max Lüscher. Seit 1947 wurde der Lüscher-Test in 29 Sprachen übersetzt und wird weltweit zur Persönlichkeitsanalyse eingesetzt. Der Test soll neben dem seelisch-körperlichen Zustand des Menschen seine Belastbarkeit, seine Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit messen und Ursachen seelischer Belastungen aufdecken, die zu körperlichen Beschwerden führen können. "Weil die Farbwahlen unbewusst gesteuert werden, zeigen sie den Menschen, wie er wirklich ist, und nicht – wie bei der direkten Befragung oder einem Fragebogen – wie er sich selber sieht oder gerne gesehen werden möchte", beschreibt Lüscher einen entscheidenden Vorteil seiner Methode.

Im Lüscher-Test sollen die acht Farben Rotorange, Gelb, Dunkelblau, Blaugrün, Violett, Braun, Schwarz und Grau in die Reihenfolge nach Gefallen gebracht werden. Anhand dieser Reihe können Psychologen dann die genannten Schlüsse auf Charakter und momentane Verfassung des Befragten ziehen. Im Laufe der Zeit veränderte Lüscher seinen Test. In seinem Buch "Der 4-Farben-Mensch" stellt er eine Variante vor, die lediglich die vier Farben Rot, Gelb, Blau und Grün enthält.

Andere Farbtests sind weitaus aufwändiger aufgebaut und für den Laien weniger leicht nachvollziehbar. So sollen beim von Max Pfister entwickelten Farbpyramiden-Test vorgezeichnete Pyramiden mit je 15 Feldern mit Farben bestückt werden. Dreimal baut der Proband dabei eine schöne und dreimal eine hässliche Pyramide. Auch der 1949 von Heinrich Frieling konzipierte "Farbenspiegel" ist sehr kompliziert. Hier werden die Farben nicht in eine Reihe, sondern in vier Felder gelegt. Die Aussagen, aber auch die Auswertung dieser beiden Tests sind weitaus komplexer als beim Lüscher-Test.

Mit seiner Lieblingsfarbe verrät ein Menschen also weit mehr über sich als nur seine Vorliebe für eine bestimmte Farbe. Und je mehr Farben in einen Test einbezogen werden, desto umfangreicher sind auch die Aussagen, die daraus gelesen werden können.
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